Solisia - The Film Of My Life (EP)




Stil (Spielzeit): Symphonic Metal (21:29)
Label/Vertrieb (VÖ): Eigenproduktion (21.05.08)
Bewertung: 4/10
Link: http://www.myspace.com/solisia

Mit einer zwanzigminütigen EP veröffentlichen die Italiener(innen) ihr erstes Lebenszeichen und knüpfen hohe Erwartungen daran. Erwartungen, die wohl nicht erfüllt werden, denn von einem „großartigen Mix aus Progressive & Symphonic Metal“, wie mir das Infoblatt weismachen will, ist nicht viel zu hören.

Vergleiche mit Prog-Göttern wie DREAM THEATER oder SYMPHONY X zeigen eine grandiose Selbstüberschätzung der Musiker auf. Wenigstens ist die Progressive Metal meets WITHIN TEMPTATION-Richtung halbwegs richtig, auch, wenn SOLISIA zu keinem Zeitpunkt mit einer der genannten Bands mithalten können.
Für Progressive-Verhältnisse eher untypisch sind die weiblichen Vocals. Frontdame Marilena Stigliano besitzt zwar eine akzeptable Stimme (zumindest, wenn sie nicht zu hoch singt), der Gesang liegt aber trotzdem mehr als ein Mal ziemlich neben der Spur. Auch die furchtbare englische Aussprache jagt einem den ein oder anderen Schauer über den Rücken.

Kommen wir zur Musik, die zwar ebenfalls keine Meisterleistung ist, aber zumindest stellenweise zu gefallen weiß. Der Refrain von „Mystery“ klingt beispielsweise ziemlich gut, viele Passagen von „The Film“ sind ansprechend, auch die ruhige Atmosphäre in „Escape“ kommt passend rüber.
Leider konzentrieren sich die Herren Musiker aber größtenteils auf mit viel zu bombastischen Keyboards zugekleisterte Passagen, die Gitarren stehen dabei eher im Hintergrund. Wenn sie es mal nicht tun, sind die Riffs aber alles andere als innovativ. Immerhin sind die Gitarrensoli ziemlich fein. Grandiose Melodien oder wirkliche Aha-Erlebnisse sind aber nicht auszumachen.

SOLISIA sollten sich am besten noch ein paar Jahre im Proberaum verschanzen, sich zu fähigeren Songwritern entwickeln und sich nicht in die Nähe zu großartigen, progressiven Bands rücken, denn das könnte schwer nach hinten losgehen. „The Film Of My Life“ hat zwar gute Momente, klingt insgesamt aber eher schwach.
Chrischi

Musik ist immer da. Sie ist ein Geschenk und wird nie vergehen. Sie ist Seelentröster, Stimmungsmacher, Runterbringer, Frustbewältigung, Freiheit und Gefühl. Und weil sie oft genug so unfassbar geil ist, sollten wir drüber reden. 

Stile: Metal und (Hard) Rock in allen möglichen Facetten – von knüppelhart über symphonisch bis vertrackt und balladesk.

Bands: Metallica, Iron Maiden, Bruce Dickinson, Blind Guardian, Avantasia, Helloween, Nightwish, Ayreon, Dream Theater, Lorna Shore, Wintersun, Opeth, Foo Fighters, Pearl Jam, Linkin Park, Motörhead, AC/DC, Rammstein, Armored Saint, Night Demon, Hans Zimmer und so verflucht viele mehr ...

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