Black Metal Reviews

Black Metal Rezensionen, Meinungen und Kritiken


Istapp – Frostbiten Tipp

Istapp – Frostbiten
    Melodic Black Metal

    Label: Trollzorn Rec./Soulfood
    VÖ: 07.08.15

    Bewertung:8/10

Vor fünf Jahren war ich wohl gut gelaunt, als ich den Schweden für ihr Debüt neun Punkte gab. Spaß machte die Eisplatte durchaus, wenngleich es Alben mit höherer Durchschlagskraft gibt. Dass aber nur ein Typ hinter ISTAPP steckt, der sich dieses Mal nur noch einen Sänger dazu holte, ist schon eine starke Leistung.


Blaze Of Perdition – Near Death Revelations

Blaze Of Perdition – Near Death Revelations
    Black Metal

    Label: Agonia Records
    VÖ: 26.06.15

    Bewertung:7/10

Auch wenn die Polen schon seit einigen Jahren für Furore auf dem Schwarz-Markt (ich weiß, echt schlechtes Wortspiel) gesorgt haben, so kamen sie noch nicht ganz groß heraus. Als vor über anderthalb Jahren bei einem Unfall ein Bandmitglied verstarb und andere schwerverletzt überlebten, stand verständlicherweise die Bandexistenz auf der Kippe. Doch die Jungs hatten die bewundernswerte Energie, weiterzumachen und verarbeiten nun auf ihrer dritten Scheibe dieses Unglück.


Druzhina – Third Henosis

Druzhina – Third Henosis
    Melodic/Folk Black Metal

    Label: Sound Age Prod.
    VÖ: 14.05.15

    Bewertung:6/10

„International“ ist die Antwort, wenn man DRUZHINA nach ihrer Herkunft befragt. Die drei Mitglieder kommen aus Russland und Frankreich (wobei manche Quellen statt letzterem die Schweiz behaupten) und trafen sich mit einem dänischen Studiobassisten in dessen Heimatland. Logisch, das liegt ja ungefähr in der Mitte. Und dort entstand schließlich auch das dritte Album, das uns den Sommer etwas abkühlen soll.


Abyssion – Luonnon Harmonia Ja Vihreä Liekki

Abyssion – Luonnon Harmonia Ja Vihreä Liekki
    Psychedelic Black Metal

    Label: Svart Records
    VÖ: 03.07.15

    Bewertung:5/10

Zwei Typen in Finnland trinken ein Bier und machen metallische Musik. So weit, so gewöhnlich. Dass sie in der Landessprache singen, ist auch nicht unüblich, bringt jedoch immer wieder einen gewissen Exotenfaktor mit hinein. Da die fünf Songs auf "Luonnon Harmonia Ja Vihreä Liekki" nicht einmal eine halbe Stunde dauern, könnte man auch EP dazu sagen, doch offiziell ist es ein Album. Wie auch immer.


Carnival Of Flesh – Stories From A Fallen World

Carnival Of Flesh – Stories From A Fallen World
    Symphonic Black Metal

    Label: Eigenregie
    VÖ: 02.06.15

    Bewertung:5/10

Angeblich gibt es CARNIVAL OF FLESH schon seit 13 Jahren. Bis dato ist nicht viel passiert, außer dass es eine Erholungspause von sechs Jahren gab. Doch letztes Jahr begann es in Serbien zu brodeln und nun liegt das selbstgemachte Debüt der Truppe aus Belgrad bei uns auf dem Tisch.


The Ugly – Decreation Tipp

The Ugly – Decreation
    Black Metal

    Label: ViciSolum Productions
    VÖ: 05.06.15

    Bewertung:8/10

Fiese Riffs werden mir vor den Latz geknallt und ich erkenne sofort THE UGLY. Erstaunlich eigentlich, wo doch deren erstes und einziges Album schon sieben Jahre zurückliegt. Nicht erstaunlich ist es deshalb, weil mir das Debüt „Slaves To The Decay" seit seiner Geburt immer wieder die Ohren durchpustet. Insofern war ich gespannt, was die dunklen Gesellen aus Stockholm sich endlich Neues ausgedacht haben.
Eines vorweg, gemütlicher als das letzte Mal wird es definitiv nicht.


Luciferian Rites – When The Light Dies

Luciferian Rites – When The Light Dies
    Black Metal

    Label: Moribund Records
    VÖ: 12.05.15

    Bewertung:6/10

Nicht nur in den Vereinigten Staaten, auch in Mexico wird die Tradition des ursprünglichen skandinavischen Black Metals weiterhin zelebriert. Vor neun Jahren gegründet, gab es bei LUCIFERIAN RITES bald die ersten Gehversuche. Klassisch mit Corpsepaint und Pseudonymen ausgestattet, liefert uns der Vierer nun sein zweites Album ab.


Crest Of Darkness – Evil Messiah (EP)

Crest Of Darkness – Evil Messiah (EP)
    Black/Death Metal

    Label: My Kingdom Music
    VÖ: 23.02.15

    Bewertung:6/10

Vor acht Jahren gefiel mir das derbe-düstere Geholze der Norweger ganz gut. Mittlerweile ging ein weiteres Album an mir ungehört vorüber. Band-Chef Ingar Amlien hat wieder einmal neue und erneut alte Mitstreiter um sich geschart, um mit dieser EP das 20-jährige Jubiläum der Band mit drei neuen Songs und einem Cover zu begießen.

Seagrave – Stabwound

Seagrave – Stabwound
    Blackened Post Rock

    Label: Art Of Propaganda
    VÖ: 27.04.15

    Bewertung:6/10

Das Bandfoto von SEAGRAVE, das mir mitgeliefert wurde, zeigt einen langhaarigen jungen Mann mit der Gitarre in der Hand auf einer kleinen Bühne. Das ist zunächst wenig aussagekräftig. Doch die Recherche zeigt: Während bei den Österreichern von HARAKIRI FOR THE SKY ein Typ namens J.J. der Sänger und Initiator war, ist es derselbe Mensch, der sich nun Jay Trainwreck nennt und mit SEAGRAVE ein weiteres Projekt ins Leben gerufen hat. Quasi ein Chamäleon, von dem man auch unter dem Namen V. Wahntraum vielleicht schon etwas gehört hat.

Celtachor – Nuada Of The Silver Arm

Celtachor – Nuada Of The Silver Arm
    Blackened Folk Metal

    Label: Trollzorn/Soulfood
    VÖ: 24.04.15

    Bewertung:6/10

Vielleicht saßen fünf Iren in einem Pub und dachten sich, sie könnten ja alte keltische Sagen vertonen. Vor acht Jahren kam es jedenfalls zu einem Zusammenschluss. Ein Label machte mit, und nun wird auf der zweiten Platte Kriegerisches aus dem Mittelalter in Irland berichtet.


Forgotten Tomb – Hurt Yourself And The Ones You Love Tipp

Forgotten Tomb – Hurt Yourself And The Ones You Love
    Black/Doom Metal

    Label: Agonia Rec./Soulfood
    VÖ: 17.04.15

    Bewertung:8/10

Vor fünf Jahren ging es Schlag auf Schlag und die Italiener brachten drei Alben in drei Jahren heraus. Solch eine Veröffentlichungsquote kann man auf Dauer vermutlich nicht halten, und so dauerte es nun drei Jährchen, bis heuer das achte Album in 13 Jahren produziert wurde. Da muss jemand ganz schön kreativ sein, denn bisher gab es noch wenig wirklich Schlechtes zu berichten.

Infernus – Grinding Christian Flesh

Infernus – Grinding Christian Flesh
    Black/Thrash Metal

    Label: Moribund Records
    VÖ: 14.04.15

    Bewertung:7/10

In den USA wird die Fahne des ruppigen Schwarzmetalls zum Teil noch höher gehalten als in Norwegen. So knüpfen auch INFERNUS an diese Tradition an, mit Old-School-Sound dem Gehörnten zu huldigen. Dabei kam das Debüt-Album erst vor drei Jahren ans Licht, nachdem die Burschen schon sechs Jahre im Untergrund den Eintopf auf kleiner Flamme köchelten.

Galar – De Gjenlevende Tipp

Galar – De Gjenlevende
    Epic Folk/Black Metal

    Label: Dark Essence/Soulfood
    VÖ: 27.03.15

    Bewertung:9/10

Da sind sie wieder. Die beiden Norweger von GALAR haben vor fünf Jahren ihr letztes Lebenszeichen von sich gegeben, das mir und vielen anderen sehr gefiel. Mit „De Gjenlevende" ist die dritte Scheibe ein Sechs-Song-Album, das die „Überlebenden" beschreibt, die dem Winter entfliehen wollen und sich unter der Frühlingssonne transformieren.


Sathanas – Worship The Devil

Sathanas – Worship The Devil
    Blackened Death/Thrash Metal

    Label: Doomentia Rec./Plastic Head
    VÖ: 20.03.15

    Bewertung:6/10

Mit einem stabilen Line-Up seit über zwanzig Jahren kann nicht jede Band aufwarten – gefeiert wird insgesamt schon das Vierteljahrhundert. Von Pennsylvania aus rumpelt die Bande SATHANAS kompromisslos durch die Welt, ohne dabei den straighten Weg ihrer Spielart zu verlassen.
Metal, Satan, Bier – mehr brauchen wir nicht hier.


Decline Of The I – Rebellion

Decline Of The I – Rebellion
    Post Black Metal

    Label: Agonia Rec./Soulfood
    VÖ: 27.02.15

    Bewertung:7/10

Vor zweieinhalb Jahren begann die französische Trilogie mit „Inhibition". Multiinstrumentalist A.K. erschuf ein post-apokalyptisches Werk, das atmosphärische Grenzen auslotete, doch auch nicht allzu stark fesselte. Der zweite Teil „Rebellion" soll nun extremer und musikalisch heftiger sein. Und das stimmt.


Urfaust - Apparitions (EP)

Urfaust - Apparitions (EP)
    Ambient Black Metal

    Label: Ván Records
    VÖ: 06. März 2015

    Bewertung:7/10

Die niederländischen Meister des atmosphärischen Black Metal URFAUST sind mit einer brandneuen EP am Start und sorgen dafür, dass der Winter noch etwas länger andauert. Warum „Apparitions“ jedoch als EP erscheint, ist mir schleierhaft, denn die 45 Minuten Songmaterial hätten locker auch als vollwertiges Album erscheinen können.

Znafelriff – Ruin (EP)

Znafelriff – Ruin (EP)
    Black Metal

    Label: Necrokotze
    VÖ: 01.01.15

    Bewertung:4/10

Schon der Bandname zaubert mir zunächst ein Grinsen ins Gesicht – als ob hier jemand einen bösen Troll aus "Herr der Ringe" verballhornen will und dabei seine Gitarre in der Garage stimmt. Auch der Labelname und ein Hinweis im weltweiten Netz zeigen an, dass die angeblichen Norweger, die in Berlin leben, die Sache mit dem Black Metal nur teilweise ernst nehmen.

Eosphorus - Winds Of Apep

Eosphorus - Winds Of Apep
    Black Metal

    Label: Wormhole Death
    VÖ: Oktober 2014

    Bewertung:7/10

„Winds Of Apep“ ist das zweite Album der Schweden EOSPHORUS, und ich habe lange gebraucht, bis mir eingefallen ist, an wen sie mich erinnern. Manchmal erkennt man gerade das nicht, was direkt vor einem steht.


Volahn - Aq'ab'al Tipp

Volahn - Aq'ab'al
    Black Metal

    Label: Iron Bonhead / The Ajna Offensive / Crepusculo Negro
    VÖ: 9.1.2015

    Bewertung:9/10

VOLAHN: Nicht nur Bandname, sondern auch Pseudonym des einzigen Mitglieds. Nicht nur Teil, sondern auch Kopf des „Black Twilight Circle“, einem Underground-Black Metal-Kollektiv aus Kalifornien. Mitten in eine Aufmerksamkeit, die dem mysteriösen Kreis auch von hippen Medien mit entsprechender Reichweite geschenkt wird, kommt jetzt VOLAHN’s zweites Album „Aq’ab’al“.

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