Metallica - Hit The Lights. Die Story zu ihren größten Songs



Du kannst alle meine CDs haben, nur lass mir die Metallica-Alben. Jedes Mal, wenn eine von ihnen (egal, welche) im Player rotiert, fällt es mir schwer, mich parallel auf andere Dinge zu konzentrieren. Ich zolle dieser Band meinen Respekt für Ihr musikalisches Schaffen, das in meinen Augen außergewöhnlich und im Metalbereich unerreicht ist. Nicht jedes Album hat die Brillanz eines „Master Of Puppets“, nicht jeder Schritt der Band ist unkritisch zu sehen, doch kein Zweifel: Metallica sind verdammt groß.

Chris Ingham, Herausgeber des britischen Metal Hammer, und Sandra Eichner, Chefredakteurin des deutschen Metal Heart-Magazins, sehen das nicht anders. Beide sind Autoren des neu im Rockbuch Verlag erschienenen Buchs „Metallica – Hit The Lights. Die Story zu ihren größten Erfolgen“.

Dessen erstes Kapitel befasst sich mit der Bandgründung sowie in je einem Abschnitt mit den Einflüssen von Bands wie Motörhead, Venom, Iron Maiden, Diamond Head und den Misfits auf Metallica. Die restlichen sieben Kapitel beinhalten zahlreiche Informationen und Kommentare der Bandmitglieder rund um die Songs der regulären Alben von „Kill ’Em All“ bis „St. Anger“. Jedem Kapitel ist eine kurze Einleitung vorangestellt, welche die entsprechende Bandphase skizziert. Die Texte lesen sich gut, sind locker geschrieben und nerven weder mit anbiedernd-flapsiger Jugendsprache noch mit offensichtlichen Recherchefehlern.

Ein klarer Kritikpunkt ist die Kritiklosigkeit der Verfasser: Alles wird im besten Sinne für die Band gewertet, sowohl der (auch äußerliche) Imagewechsel der vier Herren als auch das stark umstrittene aktuelle Album, zu dem es lediglich heißt: „Einige [Fans] können „St. Anger“ und was darauf zu hören ist, nicht nachvollziehen. Viele andere hingegen spüren die Ehrlichkeit und Emotionalität dieser Platte – und reagieren begeistert.“

Hinlänglich bekannt, aber immer wieder nett anzusehen, sind die Fotos in „Metallica – Hit The Lights“, die an vergangene Zeiten erinnern, beispielsweise mit Cliff Burton. Wem dieser Name nichts sagt, und wer sich überdies schon immer gefragt hat, welche Flüssigkeiten auf dem Cover von „Load“ oder „Reload“ verschmelzen, für den ist dieses Buch Pflichtstoff. Doch selbst für „richtige“ Fans bietet es unterhaltsam-informativen Stoff über die einzige Metalband, die nach über 20 Jahren und etwa 90 Millionen verkaufter Alben weltweit immer noch Ärsche tritt. Bang that head that doesn’t bang!

Bestellung des Buchs beispielsweise über www.rockbuch.de

Chris

Ich bin ein 90er-Kid und liebe Grunge und Alternative Rock – bevorzugte Genres sind aber Death, Groove, Dark und Thrash Metal. Ich halte Szene-Polizisten für das Letzte, was Musik braucht, kann Musik und Künstler schwer voneinander trennen und mache sonst irgendwas mit Content. Cool und danke, dass Du vorbeischaust!