Elias Viljanen - Fire-Hearted



Stil (Spielzeit): Melodic Metal/Instrumental (42:54)
Label/Vertrieb (VÖ): Spinefarm (24.06.09)
Bewertung: 7/10
Link: http://www.eliasviljanen.com
Elias Viljanen dürfte den meisten Hörern wohl als Gitarrist von SONATA ARCTICA ein Begriff sein. Seine Hauptband veröffentlicht in Kürze ihr neues Album „The Days Of Grays", vorher erscheint mit „Fire-Hearted" aber noch ein Soloalbum des Flitzefingers - übrigens schon der dritte Alleingang des Finnen.

Auf „Fire-Hearted" erwartet den Hörer weitestgehend instrumentaler, melodischer Metal/Rock, logischerweise mit einem starken Akzent auf die Gitarren versehen. Aber die neue Soloscheibe von Viljanen ist kein unhörbares Highspeed-Geschwurbel, bei dem einem schon nach wenigen Minuten schlecht wird, sondern ein schlüssiges, nachvollziehbares Werk mit eingängigen Melodien. Lediglich der Titelsong mit seinen EUROPE-Anleihen klingt zu fröhlich-kitschig, der Rest verbreitet gute Laune, lässt aber auch Melancholie aufflackern (das eindringliche „One Tonight"). Sehr schön ist das ruhige, warme Akustik-Stück „My Guiding Light", ungewohnt deftig, aber cool hingegen „Showstopper".
Viljanen musiziert natürlich nicht alleine, er hat sogar eine ziemlich illustre Schar von Gästen ins Studio beordert: Mit dabei sind u.a. APOCALYPTICA-Drummer Mikko Siren, EVERGREY-Bassist Jari Kainulainen und Keyboarder Henrik Klingenberg.

Für die Vocals in den Songs „Last Breath Of Love" und „Kiss Of Rain" sorgen NIGHTWISH-Bassist Marco Hietala bzw. SONATA ARCTICA-Bandkollege Tony Kakko. Mit dem Material der letzten SONATA ARCTICA-Scheiben hat „Fire-Hearted" übrigens kaum etwas gemein, Doublebass-Feger oder progressive Anleihen sucht man auf diesem Soloalbum vergebens. Hörenswert ist Elias Viljanens neuester Streich dennoch, denn der Gitarrist zeigt, dass er Songs mit eingängigen Melodien schreiben und fantastisch Gitarre spielen kann. „Fire-Hearted" ist zwar kein Glanzpunkt, aber immerhin ein gutes, erfrischendes Fast-Instrumentalalbum.