Punk Rock Reviews

Punk-Rock Rezensionen, Meinungen und Kritiken


Venerea - Last Call For Adderall

Venerea - Last Call For Adderall
    Skatepunk / MelodyCore

    Label: Destiny Records
    VÖ: 29.04.16

    Bewertung:7/10

VENEREA? Die gibt es immer noch? Waren das nicht die, die „Love Is A Battlefield“ Mitte der 90er zu einer MelodyCore-Hymne gemacht hatten? Jau. Ich hab sie in den letzten 12 Montan auch zwei Mal live gesehen. Dafür, dass die Schweden seit ca. 25 Jahren mit dabei sind, klingen sie immer noch ziemlich frisch.

Elm Tree Circle - Drawn

Elm Tree Circle - Drawn
    Poppunk / Emo-Punk

    Label: Flix Records
    VÖ: 11.03.2016

    Bewertung:6/10

„Drawn“: eine Platte zum Geisterscheiden. Denn vor allem an Sänger Nics Stimme werden viele Leute zu knacken haben. Aber wer mit Emo und der Musikszene der 2000er etwas anfangen kann, der mag hier etwas für sich finden.

Resolutions - Weightless

Resolutions - Weightless
    Punkrock

    Label: Fond Of Life Records
    VÖ: 26.02.16

    Bewertung:7/10

Melodischer Punkrock aus Deutschland funktioniert seit einiger Zeit ja echt gut. Und auch RESOLUTIONS aus Hannover machen da keine Ausnahme. Wären die Jungs nur etwas experimentierfreudiger und abwechslungsreicher, wäre das hier eine absolute Empfehlung.

Hey Ruin - Irgendwas mit Dschungel Tipp

Hey Ruin -  Irgendwas mit Dschungel
    Punk / Indie / Emo

    Label: This Charming Man
    VÖ: 11.03.16

    Bewertung:8/10

THIS CHARMING MAN Records begeistert mich immer öfter. Ich habe FJORT und FREIBURG über sie kennengelernt und jetzt setzen sie mit HEY RUIN noch mal einen drauf: Deutschsprachiger, emotionaler Punkrock, der wesentlich norddeutscher als Trier und Köln klingt. Geil!

Eisenpimmel - Viva la nix! Tipp

Eisenpimmel - Viva la nix!
    Punkrock

    Label: Kaputte Jugend Records
    VÖ: 12. Februar 2016

    Bewertung:9/10

Die Ruhrpott-Punker EISENPIMMEL sind bislang für ihren vulgären Asi-Stil bekannt (und beliebt) gewesen. Immerhin sind sie Urheber großartiger Perlen wie „Komm ma lecker“ oder „Bau keine Scheiße mit Bier“, womit die zwei großen Themen sowohl der Duisburger Band als auch der gesamten Menschheit schon abgedeckt wären: Ficken und Saufen. Dass EISENPIMMEL sieben Jahre nach ihrem letzten Album „Füße hoch, Fernsehn an, Arschlecken“ etwas veröffentlichen, das man ironiefrei als ambitioniertes Projekt bezeichnen kann, war also nicht abzusehen.


Face To Face - Protection

Face To Face - Protection
    melodischer Punkrock

    Label: Fat Wreck Chrods
    VÖ: 04.03.16

    Bewertung:6/10

FACE TO FACE sind eine Institution. Wer in den 90ern auf melodischen Punkrock der kalifornischen Art stand, konnte einfach nicht an ihnen vorbeikommen. Und mit ihrem neunten Studioalbum in einem Vierteljahrhundert kehren sie auch wieder dahin zurück, wo es angefangen hat: zu Fat Wreck Chords (dessen Sound sie streckenweise mal mitgeprägt haben). Und ich werde jetzt Königsmord begehen.

Muncie Girls - From Caplan To Belsize

Muncie Girls - From Caplan To Belsize
    Poppunk / Emo-Punk

    Label: Uncle M
    VÖ: 11.03.16

    Bewertung:7/10

Das Trio MUNCIE GIRLS hat sich vor ein paar Monaten mit einer Split EP bei mir vorgestellt, auf der zwei Songs sind. Einer davon ist ein RAMONES-Cover (beide Songs sind übrigens auch hier wieder drauf). Und da kam mir das Ganze doch eher wie ein Schnellschuss vor und hat mich zwar neugierig gemacht, aber nicht sonderlich begeistert. Seitdem habe ich sie mal live gesehen, was auch ganz cool aber noch nichts Weltbewegendes war. Dafür muss ich aber sagen, dass mir ihr Debütalbum dann doch um einiges mehr gefällt, als ich erwartet habe. Denn jetzt wird es endlich ein rundes Ding.

Blackout Problems - Holy

Blackout Problems - Holy
    Punk / Poppunk / Emo / Alternative

    Label: Uncle M
    VÖ: 05.02.16

    Bewertung:7/10

Und ein weiteres Mal Poppunk aus Deutschland. Und wieder mal ziemlich, ziemlich gut. Die BLACKOUT PROBLEMS aus München sind sehr melodisch, legen aber Wert darauf, etwas auszusagen. Und zwischendurch schaffen sie damit ziemlich viel Atmosphäre.

Terrorgruppe - Tiergarten

Terrorgruppe - Tiergarten
    Punk / Rock / Aggro-Pop

    Label: Destiny records
    VÖ: 15.01.16

    Bewertung:5/10

Das war ja beinahe abzusehen: In Zeiten von AFD und Pegida MUSS sich die TERRORGRUPPE ja eigentlich wieder zu Wort melden. Und genau das tun sie mit „Tiergarten“ auch. Allerdings sollte man von den Berlinern besser keine Wunder erwarten.

Paranoya - Fragmente

Paranoya - Fragmente
    Deutschpunk (mal anders)

    Label: Elfenart / Kotzbrocken / S.N. Rex
    VÖ: 2015

    Bewertung:3/10

„Elf mal Punkrock, der sich langsam anschleicht, aber nicht mehr aus deinen Gehörgängen verschwindet.“ Steht zumindest im Infoschreiben. Das Problem ist nur, dass PARANOYA genau den gegenteiligen Effekt haben. Denn leider bleibt hier gar nichts hängen. Weder musikalisch noch gesanglich.


Leftöver Crack - Constructs Of The State Tipp

Leftöver Crack - Constructs Of The State
    Punk / Hardcore / Ska / Metal / Crust

    Label: Fat Wreck Chrods
    VÖ: 27.11.15

    Bewertung:9/10

Das letzte richtige LEFTÖVER CRACK-Album ist ca. zehn Jahre alt – aber ok, bei den vielen Nebenprojekten wird einem nicht so schnell langweilig – und deswegen wird es jetzt höchste Zeit, mal wieder etwas Neues von den Lieblings-Anarchos von FAT WRECK zu hören. Und ich kann direkt festhalten: sie sind abwechslungsreich wie immer. Vielleicht noch eine Spur dreckiger und härter.


Der Dicke Polizist - Naive Automaten (EP) Tipp

Der Dicke Polizist - Naive Automaten (EP)
    Punkrock

    Label: Dritte Wahl Records
    VÖ: 04.12.2015

    Bewertung:8/10

Es gibt immer wieder Momente, in denen man spürt, dass Musik einfach mehr ist, als nur Wellen unterschiedlichster Frequenz und Form. Das können sehr traurige, wütende oder auch fröhliche Momente sein, in denen uns die Musik zur Seite steht wie ein guter Freund. Und wie bei Zwischenmenschlichem kommt es bei musikalischen Beziehungen mal vor, dass man sich auseinanderlebt oder auch nur aus den Augen verliert – so erging es mir mit DER DICKE POLIZIST.

Deaf Wish - Pain

Deaf Wish - Pain
    Rock / Punk / Noise

    Label: Sub Pop
    VÖ: 07.08.15

    Bewertung:3/10

Das hier ist sowohl für die Band als auch für mich undankbar, aber ab und zu kommen solche Konstellationen nun mal zu Stande. Deswegen vorneweg: Ich kann hiermit sehr wenig anfangen, kenne mich aber auch im Genre nicht so aus. Wollen wir dennoch mal schauen, was zwischen DEAF WISH und mir passiert?

Great Collapse - Holy War

Great Collapse - Holy War
    Punk

    Label: End Hits Records / Cargo Records
    VÖ: 02.10.15

    Bewertung:6/10

Schaut man in der heimischen Enzyklopädie nach, was man unter dem Begriff „Supergroup“ zu verstehen hat, so steht dort in etwa Folgendes: „Als Supergroup wird eine Rockband bezeichnet, deren Mitglieder bereits in anderen Bands erfolgreich waren.“


The Crimson Ghosts – Generation Gore (BYE Rewind) Tipp

The Crimson Ghosts – Generation Gore (BYE Rewind)
    Horrorpunk

    Label: Contra Light Records
    VÖ: 2010

    Bewertung:9/10

Also jetzt muss ich ja echt mal mit Euch schimpfen... Mit Euch allen. Jedem einzelnen von Euch. Was zur Hölle habe ich denn verbrochen, dass Ihr mir kollektiv über so viele Jahre hinweg die Existenz dieser großartigen Band verschwiegen habt? Auf wie vielen Konzerten hätte ich laut grölend und wild argelnd komplett die Beherrschung verlieren können? Wie viele Partys hätte ich durch das Auflegen der Scheiben von THE CRIMSON GHOSTS komplett aus dem Ruder laufen lassen können? Mein Gott, wie viel hätte kaputtgehen können? Alleine aufgrund des oberohrwurmigen Mitgrölkrachers „Spit Black!“ muss diese vierköpfige Kapelle aus Köln doch sicherlich weltweit für Sachschäden in Millionenhöhe verantwortlich gemacht werden ...


Loui Vetton - Feeding The Wrathbird Tipp

Loui Vetton - Feeding The Wrathbird
    Ska / reggae/ Punk / Hardcore / Prog / Jazz

    Label: Long Beach Records Europe
    VÖ: 02.10.15

    Bewertung:8/10

Auch wenn ich ihre anderen Werke nicht mehr richtig in den Ohren habe, müsste dies nun das dritte Album der Hamburger sein, welches ich zu Gehör bekomme. Und insgesamt Album Nummer Vier der Band. Meine Güte, haben die Skapunker sich entwickelt.

Muncie Girls / Sandlotkids - Split

Muncie Girls / Sandlotkids - Split
    Poppunk / Indie / Shoegaze

    Label: Uncle M
    VÖ: 16.10.15

    Bewertung:6/10

Manchmal macht es einem auch ein so guter Laden wie UNCLE M nicht einfach. Denn diese Split der MUNCIE GIRLS und der SANDLOTKIDS lässt mich ein wenig ratlos zurück.

The Wonder Years - No Closer To Heaven

The Wonder Years - No Closer To Heaven
    Punk / Poppunk / Emo

    Label: Hopeless Records
    VÖ: 04.09.15

    Bewertung:7/10

Erwachsenwerden ist so eine Sache. Die wenigstens von uns kommen darum herum. Auch viele Bands. Und genau das kann bei Bands auch wirklich nervig sein. Bei den WONDER YEARS aus Pennsylvania wirkt das im ersten Augenblick so. Und dann hört man sich „No Closer To Heaven“ noch ein paar Mal an und fängt an, den eigenen Standpunkt noch mal zu überdenken.

Freiburg - Brief & Siegel

Freiburg - Brief & Siegel
    Punk / Indie

    Label: This Charming Man
    VÖ: 02.10.15

    Bewertung:7/10

Kann ich dieses Review schreiben, ohne den Namen TURBOSTAAT fallen zu lassen? Nein. Absolut nicht. Denn die Stimme und dessen Intonation lassen kaum einen anderen Vergleich zu. Auch die nicht so wirklich konkreten Texte. Außerdem spielen FREIBURG eine Mischung aus Indie und Punk und klingen dabei manchmal düster und manchmal tanzbar. Da muss ich einfach mit TURBOSTAAT vergleichen. Sorry. Aber außerdem dürften die Gütersloher (ja genau, FREIBURG liegt in Gütersloh) Bands wie DUESENJAEGER, EA80, BITUME, DACKELBLUT und Konsorten in ihren Plattenregalen stehen haben. Und ja – sie machen diese Mischung ziemlich gut.

Pears - Letters To Memaw 7"

Pears - Letters To Memaw 7"
    Punk / Hardcore

    Label: Fat Wreck Chrods
    VÖ: 18.09.15

    Bewertung:7/10

PEARS gehen in den USA und bei uns ziemlich ab. Ihr Debüt wurde gerade erst von Fat Wreck rerelased, um es einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen. Und da Eisen am besten geschmiedet wird, wenn es noch heiß ist, legen die Amis direkt zwei Songs auf einer 7“ nach. Und natürlich zeigen sie sich wieder von ihrer besten Seite.
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